Holzernte

  • Holzsortierung und -vermessung: Damit der Waldbesitzer für sein gewonnenes Rohholz den bestmöglichsten Preis erzielt, ist es notwendig, die richtigen Verwendugsbereiche der einzelnen Holzanfälle zu kennen, um die Stämme der entsprechenden Holzindustrie zuführen zu können. Hierzu muß das Holz in möglichst geleichartige Holzsorten zusammengefaßt werden und nach seinen Eigenschaften und Merkmalen ausgeformt werden. Zur besseren Marktübersicht und zur Förderung des Absatzes von Rohholz wurden gesetzliche Handelsklassen geschaffen.
    • Es wird unterschieden zwischen:
    • Stärkesortierung
    • Gütesortierung
    • Sortierung nach dem besonderen Verwendungszweck
    Wird das Holz nach gesetzlichen Handelsklassen sortiert und in den Verkehr gebracht, müssen die gesetzlichen Vorschriften über Sortierung, Kennzeichnung und Messung eingehalten werden.
  • Holzaufnahme: Für den Verkauf wird das Holz in der Regel in eine Holznummernliste [tragbarer Computer] aufgenommen. Beim Stammholz [stärkeres Langholz] werden insbesondere Holzart, Länge [m], Mittendurchmesser [cm], Sorte oder Holzklasse und Güte festgehalten. Anhand dieser Datenerhebungen erfolgt die Mengenberechnung, Klasseneinteilung und Wertberechnung.
  • Mengenberechnung: Die Menge wird entweder nach dem Volumen in cbm oder dem Gewicht in Tonnen angegeben. Der Kubikmeter festen Holzes wird insbesondere beim Langholz traditionell Festmeter [Fm], der Kubikmeter geschichteten Holzes [Kurzholz], bei dem die Luftzwischenräume mitgemessen werden, traditionell Raummeter [Rm] oder Ster genannt.
  • Kaufpreisberechnung: Preisbasis: Das Holz wird i.a. "frei Lkw-fahrbarer Straße" verkauft. Aufarbeitungskosten und Kosten für das Rücken sind i.d.R. im Preis berücksichtigt.
  • Messzahlen: Die Holzpreise sind beim Stammholz abhängig von der Qualität und Stärke des Holzes. Die Wertunterschiede der einzelnen Stärkeklassen sind in sog. "Messzahlen" [MZ] festgelegt, die als Grundpreis in DM je Festmeter zu verstehen sind.
  • Messzahlprozentsatz: Der Holzpreis wird im Prozentsatz der Messzahl ausgedrückt. Mit Hilfe der Messzahlen und des Messzahlprozentsatzes ist es möglich, den Holzpreis unabhängig von den Stärkeklassen durch eine einzige Zahl [das Messzahlprozent] auszudrücken. Der entgültige Preis errechnet sich aus der Menge je Stärkeklasse, den Messzahlen und dem Messzahlprozent.



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