Jagd:

Vor Jahrtausenden nannte man Jagd, wenn Menschen freilebendem Wild nachstellte, um sich von ihnen zu ernähren, sich vor Kälte zu schützen und Lampen zu entzünden. Hierzu verwendete man das Fleisch, das Fell und das Fett der Tiere.
Wenn man meinte, Menschen [oder ihr Besitz] seien von Tieren bedroht, war dies ein Bedürfnis zur Tötung von wildlebenden Tieren, also Jagd. Selbst wenn die Modeindustrie den Trend dazu setzt, Felle und Federn von Tieren zu Kleidungsstücken zu verarbeiten, ist dies Grund zur legitimen Jagdausübung. Daneben ist eine besondere Gefährdung, die bis zur vollständigen Ausrottung einzelner Tierarten führen kann, das Nachstellen von Zugvögeln v.a. in südlichen Ländern. Selbst hier ist man der Meinung, ein verbrieftes Recht für das Töten zu haben. Die jährlich zahlreich stattfindenden Treib- Drück- und sonstigen Gesellschaftsjagden werden unter dem ehemals vernüftigen Begriff Jagd präsendiert, man spricht von Hege und notwendiger Reduktion des Wildbestandes.

Was ist Jagd im Sinne der notwendigen Zweckerfüllung?
Die Jagdausübung setzt Wissen voraus, über die Zusammenhänge der Natur und die fatalen Auswirkungen, die ein jeder Eingriff in die Natur nach sich ziehen kann. Die Aufgabe der Jagdausübung aus heutiger Sicht ist allerdings deshalb notwendig, weil sie dem Überleben des Wildes bei gewissenhafter Einhaltung korrekter Hegemaßnahmen nicht schadet, sondern ohne dem ein Überleben einzelner Wildarten nicht möglich ist. Tiere, die zur raschen Vermehrung neigen, würden Überhand nehmen, anschließend kümmern, kränkeln und letztendlich sterben. Der Jäger hat somit, die für das Wild lebenswichtige Aufgabe, auslesend einzugreifen. Der Mensch hat im Laufe seiner Geschichte viele Raubtiere [v.a. das Großraubwild] nahezu ausgerottet, die für diese Aufgabe von Natur aus besser ausgerüstet waren, als dies ein Mensch jemals sein kann.


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